Hämorrhoiden sind ein Gefäßpolster am Darmausgang (After), das aus vielen kleinen Blutgefäßen besteht. Dieses Polster dichtet, gemeinsam mit dem Schließmuskel, den Darmausgang ab. Der Volksmund spricht aber erst dann von „Hämorrhoiden“, wenn diese Gefäße krankhaft vergrößert sind und Beschwerden verursachen.

Zu den typischen Beschwerden gehören Juckreiz, Brennen und Schmerzen. Da bei starker Vergrößerung der Hämorrhoiden der Darmausgang nicht mehr vollständig verschlossen ist, treten ständig Schleim und Stuhl aus. Durch diese Verunreinigung wird die Haut permanent gereizt. Hämorrhoiden können außerdem bluten.

Zur Behandlung werden Wund- und Heilsalben eingesetzt, die ein- bis mehrmals täglich, mindestens nach jedem Stuhlgang, im After und auf der Analschleimhaut verteilt werden.

Zur inneren Anwendung stehen auch Zäpfchen zur Verfügung. Außerdem sollte unbedingt auf eine regelmäßige milde Reinigung des Analbereichs geachtet werden, z. B. durch 10-minütige Sitzbäder mit gerbstoffhaltigen Zusätzen oder Kamillenblütenextrakten.

Durch verstärktes Pressen beim Stuhlgang werden die Blutgefäße am After unerwünscht erweitert, daher sollte für einen weichen, gut formbaren Stuhl gesorgt werden.


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